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Das Reh (Capreolus capreolus), auch Europäisches Reh genannt, ist die in Europa häufigste und kleinste Art der Hirsche. Als Trughirsch ist es näher mit Ren, Elch und dem amerikanischen Weißwedelhirsch verwandt als mit dem in Mitteleuropa ebenfalls heimischen Rothirsch.

Das Reh Bearbeiten

Das Reh besiedelte ursprünglich Waldrandzonen und -lichtungen. Es hat sich aber erfolgreich eine Reihe sehr unterschiedlicher Habitate erschlossen und kommt mittlerweile auch in offener, fast deckungsloser Agrarsteppe vor. Rehe sind Wiederkäuerund werden als Konzentratselektierer bezeichnet, da sie bevorzugt eiweißreiches Futter äsen.

Bejagung Bearbeiten

Rehe werden in allen europäischen Ländern gejagt. Die mit Abstand höchste Jagdstrecke hat Deutschland mit mehr als einer Million erlegter Tiere. In Deutschland entspricht die Jagdstrecke des Jahres 2006/2007 mehr als 11.310 Tonnen Wildbret. Die Zahl der erlegten Rehe hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. In den 1970er Jahren lag die Zahl der erlegten Tiere in Deutschland noch zwischen 600.000 und 700.000 Stück. Bejagt wird das Rehwild hauptsächlich bei der Einzeljagd. Jagdarten sind hier die Ansitzjagd, die Lockjagd (Blatten) und die Pirsch. Darüber hinaus wird Rehwild auch bei Drückjagden bejagt; es werden jedoch keine Treibjagden gezielt auf Rehwild ausgeübt, da das panische Fluchtverhalten der Tiere eine solche Jagd nicht zulässt.

Verhalten Bearbeiten

Aufgeschreckte Rehe suchen gewöhnlich mit wenigen, schnellen Sprüngen Schutz in Dickichten. Während des Sommerhalbjahrs lebt das Reh überwiegend einzeln oder in kleinen Gruppen, bestehend aus einer Ricke und ihren Kitzen, im Winter bilden sich Sprünge, die meist mehr als drei oder vier Tiere umfassen. Rehe, die in der offenen Agrarlandschaft leben, bilden Sprünge von mehr als zehn Individuen.

Sinne Bearbeiten

Der Geruchssinn ist hervorragend, ebenso der Hörsinn. Rehe sehen etwas mäßig, da sie Bewegungsseher sind.